Ronnys EAR834P Clone mit KIT TubePower

Ich bin gerade dabei mir alle Teile für einen Nachbau eines EAR834P zusammen zustellen. Daher möchte ich fragen, ob das Röhrennetzteil lieferbar ist und welche Komponenten Sie dazu empfehlen? 

Die Dinge sind lagernd. Ich empfehle, einen Mundorf TCAP-30 und einen Mundorf MLGO450-330 in der Hochspannungssiebung einzusetzen. Eine für den EAR834P passende Drossel mit 7H ist ebenfalls lagernd.

Wie schätzen sie den EAR834P ein?

Wir haben dieses Jahr einen originalen EAR 834P repariert. Ursprünglich wurde der als günstiger Phono-Pre mit MC-Übertrager und 36V Serienheizung für die drei Doppeltrioden entwickelt. Die Schaltung ist vielfach erprobt in Dynaco, etc. 2 Verstärkerstufen mit aktiver RIAA-Entzerrung in der Gegenkopplung und eine Pufferstufe im Ausgang. Paravicini hat offensichtlich die Verstärkung mit sehr hochohmigen Widerständen optimiert. Klanglich scheint das vielen sehr gut zu passen, der 834P wird ja sehr oft nachgebaut und optimiert. Es ist technisch (Rauschen, Verstärkung, …) noch Potential da, schön, dass hier viel passiert.

Was leistet Ihr KIT TubePower?

Auf der TubePower Platine befinden sich zwei Stabilisierungen mit einer relativen Referenz (Spannungsteiler, Filter) und zwei Stabilisierungen mit einer absoluten Referenz (Konstantstromquelle, Zener, Filter). Die beiden letzteren würden sich zur kanalgetrennten Versorgung der 834P eignen. Auf den Schaltplänen von Ihnen sehe ich 260V B+ für die 2. und 3. Triode. Ich liefere dazu Zenerdioden für ca. 260V mit. Eine geregelte Versorgung für die Röhrenheizung ist auch vorhanden.

Warum keine Siebkette für die Hochspannung wie im Original?

Siebketten funktionieren am besten mit Schaltungen, die konstant Strom ziehen. Das tut der EAR834P nicht. Stabilisierungen liefern eine bessere Betriebsspannung (weniger Brummen und Rauschen), was zu mehr Details, Stille bei  leisen Passagen und höherer Dynamik führt. TubePower ersetzt nur einen Teil der Siebkette, die RC-Filter zwischen den Verstärkungsstufen bleiben erhalten.

Wie ist die Gleichstromheizung der Röhren gelöst?

Der originale EAR 834 heizt mit 36V, das bedeutet alle 12V Heizungen (Pin 4 und 5) werden in Serie geheizt. Wir müssen bei unseren Bausatz universeller bleiben, haben uns aber ebenfalls wegen dem halben Strom für eine Heizung mit 12V entschieden. Ihre Platine macht es anders, sie schaltet die beiden Heizungen pro Röhre parallel und heizt mit 6,3V. Optimal wäre es, die Heizungsleiterbahn aufzufräsen, so dass die Pins 4 und 5 nicht mehr kurzgeschlossen sind und zwischen den Pins 4 und 5 mit 12V zu heizen – alle Röhren wiederum parallel. Falls das nicht möglich ist, bleibt nur die Versorgung mit 6V. Dazu sehe ich folgende Optionen:

  • Umbau des TubePower auf 6V und Verwendung eines getrennten Heiztrafos. Tausch des 12V-Reglers gegen einen LM7806 und Verwendung eines möglichst großen Kühlkörpers für den Regler wegen dem doppelt so großen Stroms
  • Verwendung der ursprünglichen Heizungsversorgung auf der originalen Netzteilplatine (in ihrem Fall wäre das nur geglätteter Gleichstrom)
  • unser KIT DC-Heater 300B, das wäre noch hochwertiger (mit LT1764 Regler, keine Geräusche der 300B auch bei 100dB/W/m Lautsprechern)

Wegen der Heizung werde ich Ihrer Empfehlung folgen. Pin 4 werde ich isolieren und mit Kabeln direkt an den 12V Ausgang Ihres Netzteils bringen.

Es ist vollbracht. Auf der Rückseite habe ich einen Schalter und zwei Eingänge. Somit kann ich beide Tonarme ordentlich nutzen.

Das wichtigste: der Verstärker ist absolut Geräuschfrei und  klingt fantastisch.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!! 

Welche Röhren soll ich kaufen? Welche 300B ist die beste?

Ein schwieriges Thema, weil neben der Schaltung und der Implementierung auch Raum, Kette, Abstimmung, Musikauswahl und der persönliche Hörgeschmack viel ausmachen. Absolute Aussagen über eine Röhrentype oder ein Röhre eines Herstellers liest man immer wieder, diese sind aber mit Vorsicht zu genießen. Ich werde aber immer wieder gefragt, welche Röhren in unserem 300B Röhrenverstärkerbausatz am besten klingen oder welche sich durch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnen.

Zur Beantwortung der Röhrenfrage müssen wir zuerst einiges klären: Die Schaltung macht am meisten aus: Arbeitspunkt, Leistung (3Wrms bis 8Wrms / 6-16W bei 300B!!!), Verzerrungen, wie wird die Röhre angesteuert, die Vorverstärkerschaltung, ein stabilisiertes Netzteil (ist knackiger, dynamischer) oder mit Röhrengleichrichtung (weicher, hier macht der Gleichrichter ganz viel Sound!!!). Man kann eine 300B mittendominant und manchmal behäbig klingen lassen oder schauen, dass sie auch breitbandig und dynamisch spielt. Die Vorverstärkerschaltung muss ein Ansteuersignal mit einer Amplitude von ca. 160Vpp liefern, d.h. die Vorverstärkerschaltung und -röhren haben einen großen Einfluß auf das Gesamtergebnis. Unsere moderne Schaltung ist weniger abhängig von den Röhren als die alten Schaltungen aus der Röhrenzeit.

Die Schaltung ist nicht alles, auch das Layout macht viel aus: bei Freiverdrahtung sind Induktionsschleifen kaum zu vermeiden, Antennen, die alle Arten von elektromagnischem Schmutz auffangen bis zu Mobiltelefonanten… Ein richtiges Platinenlayout liefert feinste Details zu Tag, ohne den Verstärker analytisch abstimmen zu müssen. Nach der Schaltung und dem (Platinen-)layout kommt der Einfluß der Bauteile und damit der Röhren.

In der Prototypenphase reichen mir meine alten Shuagang 300B aus den 1990er Jahren, um Funktion und Leistung zu prüfen. Wenn Sie einen Verstärker aufbauen, dann sollten Sie alte aber bekannt funktionstüchtige oder günstige neue Röhren verwenden. Klanglich sind meine alten chinesischen 300B eher auf der spröden Seite, ich finde Sovtek, JJ, EH mit vergoldeten Pins (mein Favorit) gut und viel feiner. Die Vorverstärkerröhren 6SL7 und 6SN7 nehmen wir von Tung-Sol. All die sind aus russischer Produktion. Mit chinesischen Röhren haben wir gemischte Erfahrungen. Wir empfehlen auf die Empfehlungen und Selektionen von BTB oder dem Lieferanten Ihrer Wahl zurückgreifen, wenn es keine russischen sein dürfen. Ich verwende gerne russische Röhren, weil es erfahrungsgemäß wenig Ausfälle gibt. Michael Kaim von der BTB bietet z.B. auch die WE300B Linlai tube Western Electric WE300B Remakes an, die im Netz hoch gelobt werden. Mein persönlicher Klangeindruck der letzten Jahre ist, dass JJ eher weicher klingende Röhren liefert, die an NOS Röhren erinnern, EH und Sovtek eher auf der spritzigen Seite sind. In unserem PrePhono Mk.2 Röhrenverstärkerbausatz lieferen wir für die erste Stufe ECC88 von JJ und für die zweite ECC88 von EH. Eine durchgehende Bestückung mit Röhren eines Herstellers geht mir persönlich zu sehr in die weiche oder spritzige Richtung. Es gibt nicht die eine beste Röhre für alle Fälle, die richtige Mischung macht es.

Ausgesuchte NOS (hier: New Old Stock nicht Non Oversampling!) Röhren sind tatsächlich oft am besten: feinste Detail und dennoch weicher Klang. Telefunken (oft sehr gut), Siemens, Philips, Mullard,… man erspart sich das Vergleichen aber leider nicht. Vieles ist natürlich Geschmacksache und immer muss es zum Verstärker, zur Kette, etc. passen. Heute wird oft analytisch gehört, da könnten manche NOS Röhren zu weich sein. Wer sich allerdings auf den Klang einlässt, merkt, dass alle Details da und die Klangfarben wunderschön sind. Der Verstärker klingt weniger aufdringlich klingt, lädt aber mehr zum entdecken ein. NOS 300B sind leider sehr schwer zu beschaffen und entsprechend teuer, so teuer, dass sich eine Neuproduktion in den USA rechnet. Einer meiner besten Freunde besitzt originale WE300B aus der Röhrenzeit. Steckt man die in unseren 300B Eintakter rein, dann geht noch deutlich was im Vergleich zur EH. Sind es Welten? Das liegt im Auge des Betrachters. Ich persönlich kann mit der EH auch gut leben. Ein anderes Lautsprecher- oder Stromkabel kann helfen.

Aktuell neue WE300B Western Electric original matched Quad in der Holz Box kosten derzeit (Mai 2025) 2998 €. Das ist zwar deutlich günstiger als die in Ebay angeboten NOS 300B, aber dennoch sehr viel Geld. Zu bedenken ist, dass die aktuellen Neuproduktionen aktuell verfügbare und ROHS-konforme Materialien verwenden müssen und daher den Vorbildern aus den 1960ern nicht 1:1 entsprechen können. Wer eine ausgereizte Kette besitzt, der weiss, dass für Verbesserungen unproportional mehr Geld in Hand genommen werden muss. Für so jemanden können die neuen WE300B tatsächlich der nächste Schritt sein.

6SL7 und 6SN7 sind ebenso wie diverse sehr gut klingende Gleichrichterröhren wie 274B oder GZ37 (die mit dem Eierbechersockel) ganz schwer zu bekommen. Ob die teueren Nachbauten halten, was sie versprechen, das kann nur der feststellen, der noch funktionierende Originale besitzt. Hier bleibt fast nur die Suche nach der passendsten neuen Röhre. Besser schaut es noch bei ECC83, ECC81, ECC88, usw. aus, hier kann man gelegentlich noch gute NOS Röhren kaufen. Vorteilhaft ist, wenn man die Röhren selbst nachmessen kann, auch wenn man bei seriösen Quellen kauft. Wer selbst für sich einen Verstärker entwirft, der kann ja weniger populäre Typen einsetzen, von denen es noch größere Lagerbestände gibt.

Röhren sind wie Tonabnehmer Verbrauchsartikel. Nur spezielle Sonderqualitätsröhren haben eine Lebendauer von 10000 h. Manche Röhren fallen aus, die anderen nützen sich langsam ab. Röhrentestgeräte (wir testen Ihre Röhren gerne auf unserem Röhrentester) messen unter Laborbedingungen und geben an, ob die Röhren ihr Lebensende erreicht hat. Beim Militär wäre sie dann getauscht worden, beim Röhrencomputer Eniac (unbedingt lesen, fast 17500 Röhren im Einsatz) war man noch viel strenger, trotzdem ist der oft ausgefallen („wenige Stunden in der Woche“). Man kann die Röhren nach ihrem Lebensdauerende dennoch weiter nutzen. Ihre Emissionsfähigkeit nimmt langsam ab und der Klang wird immer müder, wie man es von den alten Röhrenradios kennt. Wir empfehlen, die Endröhren nach spätestens 2000h oder 2 Jahren zu tauschen und nicht erst dann, wenn die Röhren so aussehen wie die KT88 auf unserem Foto. Vorverstärkerröhren können länger verwendet werden.

Letzter Punkt: Garantie. Die beträgt bei Röhren generell 3 Monate!!! Manche Hersteller bieten eine erweiterte Garantie. Zur Vermeindung von Ärger ist es aber von Vorteil, über einen Händler zu kaufen und nicht privat in Ebay.

Videos zum Bau unseres Röhrenverstärkers Rocker III sind online

Unser Röhrenverstärkerbausatz Rocker III wurden als Einsteigerbausatz konzipiert mit dem Ziel, einen hervorragenden klingenden Röhrenverstärker zu entwickeln, der möglichst einfach aufzubauen ist. Der Schaltungsentwurf orientiert sich an dem Motto, das Albert Einstein zugeschrieben wird: So einfach wie möglich, aber nicht einfacher. Um dem Aufbau für den Einsteiger bewältigbar zu gestalten, wurden alle Bauteile bis auf den Netztransformator und die Ausgangsübertrager auf einer großen doppelseitigen Platine angeordnet. Der Bauteileaufdruck hilft bei der Bestückung. Eine Reihe von Videos geben Einblicke in den Zusammenbau des Rocker III Röhrenverstärkerbausatzes:

Zusammenbau des Rocker III Teil 1: passive Bauteile
Zusammenbau der Rocker III Teil 2: Kondensatoren und aktive Bauteile
Zusammenbau des Rocker III Teil 3: Transformatoren

Neues Röhrennetzteil mit vier Stabilisierungen

Ein neues, sehr flexibles Netzteil für Röhrenschaltungen ist ab sofort verfügbar: KIT TubePower bietet eine Röhrengleichrichtung mit Siebung und optionaler Drossel, eine Sicherung, diverse Stabilisierungen für die Hochspannung sowie eine Niederspannungsversorgung mit Spannungsregler. Es können alle Gleichrichterröhre mit Oktalfassung, 5 VAC Heizung und der Sockelbeschaltung wie einer GZ34 eingesetzt werden. Durch Anpassung der auf der Platine vorhanden Widerstände in Serie zu den Hochspannungswicklungen und des Ladekondensators können optimale Bedingungen für die Gleichrichterröhre geschaffen werden.

Auf der Platine befinden sich zwei Stabilisierungen mit relativer Referenzspannung (über Spannungsteiler) und zwei Stabilisierungen mit absoluter Referenzspannung (über Konstantstromquelle und Zenerdioden) sowie ein Ausgang direkt vom Siebkondensator. Somit ist KIT TubePower ideal geeignet sowohl für einen nicht zu starken Röhrenverstärker als auch für unsere KIT PreLine und KIT PrePhono2 Röhrenverstärkerbausätze. Im letzteren Fall versorgt eine Stabilisierung mit relativer Referenzspannung KIT PreLine und eine Stabilisierung mit absoluter Referenzspannung KIT PrePhono2. Man könnte aber auch einen Vollverstärker mit Phonoeingang z.B. mit EL84 und KIT PrePhono2 bauen: Eine Stabilisierung mit absoluter Referenzspannung versorgt KIT PrePhono2, die zweite die Gitter 2 der Endröhren (Pentodenschaltung) und Stabilisierung mit relativer Referenzspannung die Anoden der Vorverstärkerröhren. Die Anoden der EL84 werden ungeregelt versorgt. Ein Verstärker mit EL34 Röhren könnte kanalgetrennt versorgt werden: jeweils eine Stabilisierung mit relativer Referenzspannung versorgt kanalgetrennt die Anoden der Vorverstärkerröhren. Die Stabilisierungen mit absoluter Referenzspannung versorgen kanalgetrennt die Gitter 2 der EL34. Beste Verhältnisse für minimales Übersprechen.

Zur Versorgung von Vorverstärkerröhren befindet sich ein Niederspannungsnetzteil mit 12V Regler auf der Platine. Dieses Netzteil kann auf für andere Zwecke verwendet werden, z.B. für Relaisversorgungen oder Microcontrollersteuerungen.

TubePower Röhrennetzteil

TubePower Röhrennetzteil

Preisspanne: €185,00 bis €500,00 inkl. 20% MwSt.

Unser 300B Röhrenverstärker – endlich ist es soweit!

Die 300B umgibt ein legendärer Ruf und tatsächlich entdeckt man interessante Eigenschaften:

  • ihr ungemein linearer Kennlinienabstand ermöglicht einen Betrieb mit wenig Gegenkopplung – zum Entwicklungszeitpunkt der 300B war die Gegenkopplung entweder noch nicht erfunden oder nicht allgemein bekannt
  • auch im Eintaktbetrieb bietet eine 300B im Gegensatz zu anderen Leistungstriode genug Leistung, um Lautsprecher ab 87 dB/W/m anzutreiben

Es gibt auch nicht so gute Botschaften: Durch ihre geringe Verstärkung ist eine sehr große, möglichst saubere Treiberspannung von bis zu 200 Vpp notwendig. Der eigentliche Aufwand bei einem 300B Konzept liegt daher in der Treiberschaltung und natürlich wie in jeder Eintaktschaltung im Netzteil.

Klangenthusiasten attestieren der 300B zwar einen sehr feinen, runden aber etwas mittenbetonten Klang. Manche von uns getestete 300B Eintaktverstärker erwiesen sich als müde Gesellen, die zwar sehr schön, aber nicht lebendig und dynamisch musizierten.

Unser Entwicklungsziel war daher klar, es sollte ein feiner 300B Eintakter Röhrenverstärker werden, der die guten Eigenschaften mit pure dynamischem Antritt bei Impulsen verbindet und feinstes Bass- und Höhenauflösung bietet. Beste Voraussetzungen schafft unser Netzteil, das mit hohen Stromlieferfähigkeiten und Störabständen glänzt. Alle Hochspannungsversorgungen sind stabilisiert, sehr sauber und beeinflussen sich gegenseitig nicht. Alle Röhren werden mit geregeltem Gleichstrom geheizt. Feinste Details gehen so im Restbrumm nicht unter und auch groben Dynamikattacken kann gefolgt werden. Für Besitzer von Lautsprechern mit hohem Wirkungsgrad wichtig: Störgeräusche im Lautsprecher gibt es keine.

Unsere symmetrische Treiberschaltung liefert das geforderte sehr verzerrungsarme Signal zur Ansteuerung der 300B. Der Eigenklang bzw. die Verzerrungen der Treiberschaltung beeinflussen den Gesamtklang nur sehr wenig, in unserem 300B Röhrenverstärker bestimmt die 300B den Klang. Eine wenig Gegenkopplung von der 300B Anode auf die 6SN7 senkt die Verzerrungen und den Ausgangswiderstand der Treiberschaltung und macht den Verstärker sehr breitbandig und dynamisch. Diese Gegenkopplungsschleife ist sehr kurz und lässt den Ausgangsübertrager frei laufen. Mitkopplungseffekte und daraus folgende Stabilitätsprobleme gibt es daher keine. Ein weiterer Vorteil der symmetrischen Treiberschaltung ist die Möglichkeit, unseren 300B Röhrenverstärker auch symmetrisch anzusteuern.

Warum kein Zwischenübertrager? (Anmerkung: Ein Zwischenübertrager sorgt für ein größere Treiberspannung und ersetzt eine Verstärkerstufe.) Zweifellos gibt es gut klingende 300B Eintaktverstärker mit Zwischenübertragern. Zwangsläufig sind das aber auch die teuersten Vertreter der Gattung, weil die Anforderungen an die Zwischenübertrager hoch sind und diese dann teuer sind. Wir brauchen einfach keinen Zwischenübertrager, da die symmtrische Treiberschaltung verzerrungsarm und breitbandiger arbeitet. Unsere Treiberschaltung steuert die 300B niederohmiger an als eine Treiberschaltung mit Zwischenübertrager, die die Ausgangsimpedanz der Treiberschaltung im Quadrat des Spannungsübersetzungverhältnisses vergrößern. Die Anodengegenkopplung unserer Treiberschaltung senkt die schon relativ niedrige Ausgangsimpedanz der 6SN7GT.

Auch bei der Beschaltung der 300B sind viele Gedanken und Simulationen eingeflossen. Wir wählen einen Arbeitspunkt mit etwas mehr Spannung, weniger Strom und nicht den üblichen 2-3 kOhm Lastimpedanz. Die Simulation versprach mehr als 8 Wrms, in der Realität messen wir bei unseren Entwicklungsgerät knapp unter 8 Wrms / 16 Wpeak bei 7 Ohm Last bei Autobias.

Für einen 300B Röhrenverstärker möchten wir auch ein besonders Gehäuse anbieten. Diesmal klassisch mit freistehenden Transformatoren und eine attraktiven Zarge aus Nussholz.

Wie klingt unsere 300B? Die Besucher vom Röhrenfieber 2023 in Schlierbach haben sie schon gehört. Ein 300B Röhrenverstärker ist jederzeit vorführbereit – machen Sie einen Termin mit uns und bringen Ihre Lieblingsplatten mit.

Unser 300B Röhrenverstärker ist ein Bausatz, aber wir bauen ihn gerne für Euch auf und berücksichtigen dabei Eure ganz speziellen Wünsche.

300B High-End Verstärker

300B High-End Verstärker

Preisspanne: €936,00 bis €1.946,00 inkl. 20% MwSt.

QuattroSE – mit 6V6 oder EL34

im Elektor-Röhrensonderheft Röhren 10 veröffentlichten wir einen neuen Bausatz mit der Endpentode 6V6: den 6V6quattroSE – ernsthafter Eintakter mit 16 W – nicht nur für hocheffiziente Lautsprecher.

Eintaktverstärker mit sündhaft teuren Trioden bei gleichzeitig geringen Leistungen um 10 W sind als Schaltplan im Internet bis zu Fertiggeräten im HiFi-Geschäft überaus häufig zu finden. Alle, die Eintakter nur mit einer 300B ernst nehmen, finden entsprechende Artikel im Internet. Alle anderen, die nach einem bezahlbaren Eintakter mit Spitzenklang, moderater Leistung um 15-20 W und niedrigen Betriebskosten suchen, finden hier dan optimalen Bausatz. Durch das gewählte Schaltungsdesign entfallen jegliche Abgleicharbeiten, der Aufbau auf einer Platine minimiert den Verdrahtungsaufwand und bietet Nachbausicherheit.

Die guten Erfahrungen mit der EL-84 veranlassten uns, zur 6V6 zu greifen, die ähnlich einfach und unproblematisch einzusetzen ist. Die 6V6 genießt einen fast legendären Ruf und wird in vielen Gitarrenverstärkern heute noch eingesetzt, damit ist der Nachschub gesichert. Um die gewünschte Leistung zu erreichen, sind vier 6V6 pro Kanal notwendig, das schaut zudem sehr gut aus. Wem das nicht genügt, für den haben wir den QuattroSE auch mit EL34 im Eintakt-Pentodenmodus und bis zu 35W. Mit dieser Leistung kann man die allermeisten Lautsprecher betreiben.

Für diesen Bausatz einwickelten wir kräftigen Eintakt-Ausgangsübertragern mit EI130 Trafoblechen mit bis zu 250mA Ruhestrom. Die Übertrager erlauben auch Ultralinearbetrieb, alle QuattroSE Bausätze können auch in Ultralinear- und Triodenmodus betrieben werden.

Weitere Informationen:

Rocker III

Die Highlights des neuesten Rocker III sind seine selbstsymmetrierende Autobiasschaltung nach Blümlein und der Wechsel auf den Split-Load Phaseninvertierer. Dadurch ergibt sich ein besserer Signal-Rauschabstand, der Rocker III löst noch feiner auf und gibt sich dynamischer.

So einfach wie möglich, aber nicht einfacher

Unser meistverkaufter Bausatz folgt dem Motto von Albert Einstein und besticht mit seidigem Klang, aber dennoch knackigem, druckvollem Bass und realistischer Bühnenabbildung. Der erste Rocker kam 2005 auf den Markt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Das Grundkonzept ist ein Stereoverstärker mit gemeinsamem Netzteil auf einer Platine, lediglich die Transformatoren und die Ein-/Ausgänge sind zu verdrahten. Der Bausatz eignet sich daher auch für nicht so erfahrene Selbstbauer.

Schaltungstechnisch ist der Rocker ein Klasse AB Gegentakt-Verstärker mit einer Vorverstärkerröhre und Autobias für alle Röhren, um Einstellarbeiten zu vermeiden. Moderne stabilisierte Stromversorgungen sorgen für hohen Rauschabstand und präzisen Klang.

Der Rocker ist sehr universell ausgelegt, so können z.B. auch viele andere Röhrentypen wie die EL-34, 6CA7, 6L6, 6V6, 5881, 7027A, 6550, KT-88, KT-90 und KT-120 ohne Modifikationen eingesetzt werden. 

Der flexible Aufbau mit der doppelseitigen Platine erspart viel Arbeit und ermöglicht die universelle Verwendung in offenen und geschlossenen Gehäusen. Erweiterungen zum Vollverstärker sind durch diverse Relaiseingangsplatinen und unterschiedlichste (Motor-)Potis oder High-End-Stufenschalter-Lautstärkesteller möglich!

Weitere Informationen: