QuattroSE – mit 6V6 oder EL34

im Elektor-Röhrensonderheft Röhren 10 veröfftenlichten wir einen neuen Bausatz mit der Endpentode 6V6: den 6V6quattroSE – ernsthafter Eintakter mit 16 W – nicht nur für hocheffiziente Lautsprecher.

Eintaktverstärker mit sündhaft teuren Trioden bei gleichzeitig geringen Leistungen um 10 W sind als Schaltplan im Internet bis zu Fertiggeräten im HiFi-Geschäft überaus häufig zu finden. Alle, die Eintakter nur mit einer 300B ernst nehmen, finden entsprechende Artikel im Internet. Alle anderen, die nach einem bezahlbaren Eintakter mit Spitzenklang, moderater Leistung um 15-20 W und niedrigen Betriebskosten suchen, finden hier dan optimalen Bausatz. Durch das gewählte Schaltungsdesign entfallen jegliche Abgleicharbeiten, der Aufbau auf einer Platine minimiert den Verdrahtungsaufwand und bietet Nachbausicherheit.

Die guten Erfahrungen mit der EL-84 veranlassten uns, zur 6V6 zu greifen, die ähnlich einfach und unproblematisch einzusetzen ist. Die 6V6 genießt einen fast legendären Ruf und wird in vielen Gitarrenverstärkern heute noch eingesetzt, damit ist der Nachschub gesichert. Um die gewünschte Leistung zu erreichen, sind vier 6V6 pro Kanal notwendig, das schaut zudem sehr gut aus. Wem das nicht genügt, für den haben wir den QuattroSE auch mit EL34 im Eintakt-Pentodenmodus und bis zu 35W. Mit dieser Leistung kann man die allermeisten Lautsprecher betreiben.

Für diesen Bausatz einwickelten wir kräftigen Eintakt-Ausgangsübertragern mit EI130 Trafoblechen mit bis zu 250mA Ruhestrom. Die Übertrager erlauben auch Ultralinearbetrieb, alle QuattroSE Bausätze können auch in Ultralinear- und Triodenmodus betrieben werden.

Rocker III

Die Highlights des neuesten Rocker III sind seine selbstsymmetrierende Autobiasschaltung nach Blümlein und der Wechsel auf den Split-Load Phaseninvertierer. Dadurch ergibt sich ein besserer Signal-Rauschabstand, der Rocker III löst noch feiner auf und gibt sich dynamischer.

So einfach wie möglich, aber nicht einfacher

Unser meistverkaufter Bausatz folgt dem Motto von Albert Einstein und besticht mit seidigem Klang, aber dennoch knackigem, druckvollem Bass und realistischer Bühnenabbildung. Der erste Rocker kam 2005 auf den Markt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Das Grundkonzept ist ein Stereoverstärker mit gemeinsamem Netzteil auf einer Platine, lediglich die Transformatoren und die Ein-/Ausgänge sind zu verdrahten. Der Bausatz eignet sich daher auch für nicht so erfahrene Selbstbauer.

Schaltungstechnisch ist der Rocker ein Klasse AB Gegentakt-Verstärker mit einer Vorverstärkerröhre und Autobias für alle Röhren, um Einstellarbeiten zu vermeiden. Moderne stabilisierte Stromversorgungen sorgen für hohen Rauschabstand und präzisen Klang.

Der Rocker ist sehr universell ausgelegt, so können z.B. auch viele andere Röhrentypen wie die EL-34, 6CA7, 6L6, 6V6, 5881, 7027A, 6550, KT-88, KT-90 und KT-120 ohne Modifikationen eingesetzt werden. 

Der flexible Aufbau mit der doppelseitigen Platine erspart viel Arbeit und ermöglicht die universelle Verwendung in offenen und geschlossenen Gehäusen. Erweiterungen zum Vollverstärker sind durch diverse Relaiseingangsplatinen und unterschiedlichste (Motor-)Potis oder High-End-Stufenschalter-Lautstärkesteller möglich!